Insgesamt 1.310 Schulleitungen aus Deutschland wurden 2023 befragt, 251 davon aus Bayern. Heute wurden auf dem DSLK die Ergebnisse vorgestellt. Deutlich wurde: Der Mangel an Lehrkräften und Fachpersonal wirkt sich stark auf den Schulalltag und die Arbeit der Schulleitungen aus. Nicht zuletzt leiden die wichtigen Aufgaben Inklusion und Integration darunter, die von 28 Prozent der Schulleitungen als größte Probleme genannt wurden. Danach gefragt, wodurch sie sich persönlich am stärksten belastet fühlen, geben fast alle Befragten in Bayern die steigenden Verwaltungsarbeiten (98 Prozent) und ein stetig wachsendes Aufgabenspektrum (97 Prozent) an. Dass die Schule inzwischen dafür verantwortlich gemacht wird, alle aufkommenden gesellschaftlichen Probleme zu lösen, stellt für 93 Prozent der Befragten eine (sehr) stark Belastung dar. Es wird deutlich, dass immer mehr Verantwortung übernommen werden soll. Doch es fehlt an den dafür notwendigen Ressourcen, damit Lehrkräfte angemessen auf diese Herausforderungen reagieren können.
Arbeitsbelastung der Schulleitungen enorm
Die Belastungsfaktoren von Schulleitungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Allerdings fühlen sich die bayerischen Schulleitungen in ihren Tätigkeiten nicht ausreichend durch die Politik unterstützt. Die Bewertung der Schulpolitik in Bayern fällt dementsprechend negativ aus. Im Mittel wird sie aktuell mit der Note 4,2 bewertet.