Der Stern recherchierte über Monate in rechten Terrorgruppen, in denen sich Kinder und Jugendliche radikalisieren – und teils Anschläge vorbereiteten oder besprachen. Die Ergebnisse hat das Magazin unter anderem in der Reportagereihe “Braune Kinderzimmer” aber auch als Doku von Stern und RTL veröffentlicht. Im Rahmen der Recherche wurden Anschlagspläne sowie mutmaßliche schwere Straftaten aufgedeckt. Die Serie wirft aber auch einen erschreckenden Blick auf eine rechte Jugendkultur mit ihrer Musik, ihren Beziehungen und ihrem Alltag - auch an den Schulen. Da geht es um Kleidung von Thor Steinar oder Shirts mit einem Wehrmachtssoldaten und der Aufschrift: "Ruhm und Ehre den deutschen Soldaten".
Frank Hortig, Schulleiter und Leiter der Abteilung Berufswissenschaft des BLLV Schwaben, sprach mit dem Magazin zur aktuellen Situation. Ausgangspunkt war für den Stern die Zahl der rechtsmotivierten Straftaten an den Schulen, die sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt habe. Diese Zahlen gehen zurück auf eine eigene Abfrage des „Stern“ unter den Landeskriminalämtern der Bundesländer, wie unter anderem auch der Deutschlandfunk berichtete.
Zu den Straftaten und rechts geprägten Ereignissen zählen laut Stern beispielsweise Schüler, die beim Abiball den Arm zum Hitlergruß hochrecken oder beim Besuch in einer KZ-Gedenkstätte “Ausländer raus” grölen. Dazu kommen menschenverachtende Chat-Inhalte und Hakenkreuze an Toilettenwänden.
“Die rechte Gesinnung umspült die Kinder”