Lehrkräftemangel ist weiterhin ein enormes Problem – auch in Bayern. Das gilt schon lange besonders für die Mittelschulen und bestimmte Förderschwerpunkte an den Förderschulen, zunehmend aber auch für andere Schularten wie Berufliche Schulen, Realschulen und Gymnasien.
Einige Bundesländer setzen deswegen auf Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, um dem Mangel an grundständig ausgebildeten Lehrkräften Herr zu werden. Doch während beispielsweise in Brandenburg oder Sachsen-Anhalt inzwischen über 47 Prozent der Unterrichtenden über alternative Ausbildungswege an die Schulen gekommen sind, sind es in Bayern nur 2,2 Prozent, wie BR24 in einem ausführlichen Beitrag vom 4. August berichtet. Aber wie verändert das den Unterricht, die Bildung und die Schulen? Und warum sind in Bayern die Hürden für einen Quereinstieg so hoch?
Beste Bildung als Maßstab
Dass viele Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die heute an den Schulen sind, mit hohem Engagement arbeiten, und dass ohne sie vielerorts der Unterricht heute kaum noch möglich wäre, steht außer Frage. Der BLLV mahnt bei allen vermeintlich schnellen und einfachen Lösungen für das komplexe Problem des Lehrkräftemangels allerdings an, dass die Bildungsqualität immer höchste Priorität hat. Dabei geht es nicht zuletzt um die beste Bildung für die nächste Generation und damit um unsere Zukunft. Vor allem angesichts der vielfältigen Herausforderungen an den Schulen hinsichtlich Inklusion, Integration, Digitalisierung, Demokratiepädagogik und vielem mehr, brauchen wir an den Schulen die Besten! Und dazu gehören umfassende pädagogische, fachliche und menschliche Kompetenzen.