Als eine Lehrerin in Unterfranken sich in den Sozialen Medien mit Namen und Foto mit Beleidigungen verunglimpft sieht, erstattet sie laut dpa-Meldung vom 2. Februar 2021 Anzeige bei der Polizei. Sie fühlt sich erniedrigt und verletzt. Schließlich hat auch ihr privates Umfeld diese Beleidigungen gesehen.
„Mir ist es wichtig, dass der Unterschied zwischen einer Straftat und einer Schmiererei auf der Schultoilette deutlich wird“, erklärt die Lehrerin diesen Schritt. „Denn ich denke, für das jugendliche Empfinden war es einfach nur die Möglichkeit, dem eigenen Frust Luft zu machen. Das darf man auch und das muss auch mal sein - aber man muss das richtige Maß finden.“ Zum Eigenschutz, aber auch um die Täterin oder den Täter nicht in der Öffentlichkeit gebrandmarkt zu sehen, will die Lehrerin unerkannt bleiben. „Sie oder er hat einen Fehler gemacht, wird dafür gerade stehen und die Konsequenzen tragen müssen, soll aber nicht in Zukunft Schwierigkeiten bei der Berufswahl oder ähnlichem haben.“