"Mobiles Lernen, digitale Wissensexplosion, Social Media, Künstliche Intelligenz, ChatGPT. All dies hat massive Auswirkungen auf den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen. Insbesondere das Lernen mit mobilen Endgeräten wird immer wichtiger." So hieß es in der Einladung zur Pressekonferenz des Kultusministeriums, die am 20. April in München stattfand. Beim Termin gab Michael Piazolo einen Einblick in die Entwicklung an den bayerischen Schulen und in das Pilotprojekt „digitale Schule der Zukunft“ an dem derzeit 250 Schulen in Bayern teilnehmen.
Die Schulen im Projekt verfügen unter anderem über eine 1:1 Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten. In der derzeit laufenden Pilotphase werden rund 33 Millionen Euro für die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler mit einem Gerät investiert. Bei der späteren flächendeckenden Umsetzung sei von jährlichen Kosten von rund 150 Millionen Euro auszugehen. Im kommenden Schuljahr soll der Pilotversuch um weitere 100 Schulen erweitert werden. Ab dem Schuljahr 2024/25 sollten sich dann alle der bayernweit rund 4000 weiterführenden und beruflichen Schulen auf diesen Weg machen können. Am Pressegespräch nahmen auch Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte einer der Modellschulen teil.
Das Kultusministerium zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung
Das Kultusministerium nutzte den Anlass auch, um die Fortschritte in der Digitalisierung des Unterrichts in Bayern ganz allgemein in ein positives Licht zu rücken. Vor allem durch die Corona-Pandemie habe die Digitalisierung einen enormen Schub erhalten. Inzwischen gebe es rund 71.500 digitale Klassenzimmer sowie mehr als 560.000 mobile Endgeräte für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, zählte er auf. Außerdem hätten aktuell 99 Prozent der Schulen schnelles Internet.