BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann: „Wenn wir die Leistung der Staatsregierung für die Bildungspolitik im vergangenen Schuljahr bewerten, stellen wir Förderbedarf in unterschiedlichen Bereichen fest. Als professionelle Lehrkräfte können und wollen wir diese natürlich auch genau benennen und setzen auf Förderung nach der Diagnostik.“
Dazu hat der BLLV die bildungspolitischen Aufgaben und Themen des vergangenen Jahres bewertet. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der Staatsregierung im kommenden Schuljahr neue Wege zu gehen!“, ergänzt die BLLV Präsidentin.
Verantwortung, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit für die Schul- und Bildungspolitik
„Wir geben der bayerischen Bildungspolitik hier in 16 Bereichen eine ausführliche Bewertung, jenseits einfacher Noten. Eine Bewertung, die Erreichtes ebenso aufzeigt wie die Entwicklungspotenziale. Eine ganzheitliche Betrachtung, nach der niemand sagen kann, die Erwartungen wären nicht klar. Auch eine Gesamtbewertung können wir mitgeben. Die kurzfristige überraschende ‘Basta-Politik‘ musse enden: ‘Die Exen bleiben‘ und ‘Die Ferien bleiben‘ und der Religionsunterricht bleibt sowieso so, wie er immer war. Damit kommen wir nicht weiter und nirgendwohin. Erst recht nicht, wenn auf der anderen Seite am Kultusministerium zahllose Dialogrunden und Arbeitsgruppen gegründet werden, während die Lehrkräfte darauf warten, dass sich endlich mal was an den Punkten ändert, die schon lange auf dem Tisch liegen. Das gilt doppelt, wenn nach all dem Dialog am Ende wieder ein ‘Basta‘ steht. Wir bleiben im Dialog, fordern aber auch Ergebnisse ein. Da helfen auch keine Schulbesuche von politisch Verantwortlichen an ‘Problemlosschulen‘, in denen man sich seine eigenen bestehenden Perspektiven selbst bestätigt. Und auch bei den Petitionen hilft kein Mauern und kein ‘Basta‘ und keine Ablehnung, denn die Forderungen der Schüler und Schülerinnen und der Förderlehrkräfte und aller anderen verschwinden nicht. Die Evidenz aus der Praxis bleibt bestehen, auch wenn man sie kontinuierlich reflexartig ablehnt“, resümiert Simone Fleischmann.
Die BLLV-Präsidentin ergänzt: „Als ‚Schülerin‘ können wir der Staatsregierung für das nächste Schuljahr nur empfehlen, sich zu fokussieren und sich ‘ehrlich‘ zu machen – nicht nur wegen des Lehrkräftemangels. Die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler müssen in den Blick genommen werden. Schule braucht verlässliche Dialogpartner, eine nachhaltige Steuerung und eine umfassende Verantwortungsübernahme. Das kann aber nicht heißen, dass die Schulen alle Verantwortung tragen – insbesondere dafür, den Karren immer wieder aus dem Dreck zu ziehen.“