Oslo Handelsgymnsium (OHG), Oslo, Norwegen

Bist du unsicher, ob du dich als Lehrkraft siehst? Probier' dich aus, das ist hier während des Praktikums eine einzigartige Möglichkeit in einem sicheren Umfeld. Schnuppert in Unterrichte, probier' dich selbst aus und du wirst merken: Norwegische Schüler*innen und Lehrer*innen sind für deine bereicherenden Erfahrungen und Ideen sehr aufgeschlossen und nehmen dich von Anfang mit offenen Armen auf!

Was macht dieses Projekt besonders?

Es handelt sich um eine weiterführende studienspezialisierende Schule, d.h. 11. – 13. Jahrgangsstufe. Die Schule hat etwa 1000 Schülerinnen und Schüler und 100 Mitarbeiter*nnen und ist auf Wirtschafts-, Finanz- und Betriebswissenschaften spezialisiert, bedient freilich aber auch Sprachen und Naturwissenschaften.
Das Fach Deutsch als Fremdsprache ist relativ beliebt (Austausch- und Sprachkursmöglichkeiten). Außerdem arbeiten norwegische Schülerinnen und Schüler der Oberstufe fast ausschließlich an Computern, was auch die sehr gute mediale Grundausstattung der Schule erklärt. Es ist ein spannendes Projekt mit ganz neuen Formen der Unterrichtsgestaltung. Als weitere Fremdsprachen bietet die Schule neben Deutsch noch Französisch, Japanisch und Spanisch an.
Die Schule befindet sich im Zentrum von Oslo und ist gut an den öffentlichen Nahverkehr mit Bus, Straßenbahn, U-Bahn und Zug angebunden.

Die Vision der Schule lautet: Traditionsreich und zukunftsorientiert mit dem Lernen im Mittelpunkt. Ob offenes Schultheater, Sportwettkämpfe mit anderen Schulen, Mini-Museum im schuleigenen Bunker oder offenes Lernen im großen Atrium während der Mittagspausen… Hier erlebst du Schule anders!

Faktencheck

Alter der Schüler*innen
16 - 19 Jahre

Mögliche Tätigkeitsfelder

  • 1. Woche: Hospitation und Einführung in das Schulleben
  • ab 2. Woche: Unterstützung der Lehrkräfte, Übernahme von Vertretungsstunden und einzelnen Unterrichtseinheiten, Zweitprüfung bzw. Beisitzen bei Schulaufgaben bzw. mündlichen Prüfungen
  • ab 3. Woche: eigenverantwortlicher Unterricht, z.B. Deutschstunden (Niveau A1 bis B2); eventuell auch Übernahme eines Kurses für Schüler*innen, die ein Jahr nach Deutschland gehen werden

Tagesablauf

  • den Stundenplan erhält man vor Ort
  • du wirst zunächst in Ruhe eingewiesen, bekommst alles gezeigt und lernst die Lehrkräfte kennen

Praktikumsdauer
ca. 8 Wochen (innerhalb der Semesterferien in Deutschland)

Unterbringung
Die Unterkunft für die Dauer des Praktikums wird selbst organisiert, aber die Schule unterstützt dich bei der Suche, z.B. nach einer Gastfamilie oder bei privaten Vermieter*innen in Oslo

Die Schule im Web
Oslo Handelsgymnasium

Wissenswertes

Notwendige Voraussetzungen

  • sehr gute Englischkenntnisse (Norweger*innen haben ein sehr hohes Sprachniveau in Englisch)
  • Norwegisch-Kenntnisse nicht zwingend notwendig, aber erleichtern manchmal den Umgang mit Schülerinnen und Schülern bzw. fühlt man sich schneller eingegliedert
  • weder Visum (bei Aufenthaltsdauer von weniger als 3 Monate) noch spezielle Impfungen nötig

Kosten

  • gesamt: ca. 1500 € (inklusive diverser Museen, Oslofjord-Rundfahrt, An- und Abreise (in meinem Fall Lufthansa Direktflüge München-Oslo), in Oslo vier- bis fünfmal Essen gehen und öfter mal Kaffeetrinken oder Boller-Essen sowie an zwei Wochenenden auch mal in Pubs oder zum Feiern gehen
  • Wasser gibt es in den meisten Restaurants und auch Bäckereien kostenlos zum Essen dazu oder zum Selbst-Zapfen (Nachfragen lohnt sich hier!)

Das darfst Du nicht vergessen

  • unter visitoslo.com, What's on? stehen Veranstaltungstipps
    -> im Winter ist es ziemlich lange dunkel und bis Mitte Februar ist in Oslo wenig los abends; Freizeittipps: Schlittenfahren am Frognerseteren (mit ÖPNV-Karte) -> bei schönem Wetter: mit dem Boot auf eine der Inseln, z.B. Hovedøya mit den Klosterruinen (mit ÖPNV-Karte); Bygdøy-Halbinsel mit Museen, schwimmendes Saunadorf im Oslofjord, Akershus Festning, Drøbak (südlich Oslo) mit Oscarsborg-Festung und Weihnachtshaus, Grünerløkka oder Aker Brygge, u.v.m. (ÖPNV: Monatskarte für Studierende kostet ca. 488 Kronen per ruter App)
  • von der Schule gleich Bestätigung ausstellen lassen, dass man dort ein Praktikum macht, weil man nur dann rabattberechtigt ist (diese bei Kontrollen möglichst immer dabeihaben!)
  • Für Schoki-Liebhaber: Vorrat mitnehmen, da dort sehr teuer
  • am Rand von Grønland billiger einkaufen
  • einmal im Monat Stammtisch in einem deutschen Café
  • mit Studierendenausweis vergünstigte Eintritte (z.B. DKB studentcard)
  • Besorgt euch eine Auslandskreditkarte! Das meiste bezahlt ihr dort damit. Bargeld ist in Norwegen nicht mehr usus.
  • hilfreiche Apps: Ruter (für ÖPNV-Tickets) / RuterBillett (ältere Version, aber noch funktionsauglich) / Oslo Pass (um einen guten Überblick über viele Sehenswürdigkeiten, Bars, Restaurants, Szeneclubs in der Stadt zu erhalten!) / Vy (Für Zug- oder Busreisen außerhalb Oslos) -> Alles sehr bequem per PayPal oder Kreditkarte online zahlbar / Voi (oder andere App für E-Scooter): Oslo ist eine E-mobility-Stadt, daher erreicht man auch vieles mit dem E-Scooter!
  • mobiles Internet: Prepaidkarten aus Supermarkt deutlich günstiger als große Teleanbieter (an vielen Orten gibt es WLAN-Zugang!), EU-Roaming gilt auch für Norwegen
  • es empfiehlt sich sehr, eigenen Laptop mitzubringen
  • Zu guter Letzt: Im Unterricht Schüler*innen nicht zu direkt kritisieren / anmeckern -> Schüler*innen sind viel schüchterner als in Deutschland, jedoch immer respektvoll und freundlich!

Wem wir dieses Projekt wärmstens empfehlen

Dieses Projekt bietet vielfältige Möglichkeiten, sich als Lehrkraft auszuprobieren und weit über ein einfaches Praktikum hinaus auch Verantwortung zu übernehmen. Die ansässigen Lehrkräfte sind sehr offen für Vorschläge, Unterrichtsideen und kreative Unterstützung des Schulalltags. Dabei eignet sich dieses Projekt zusätzlich zum Lernen einer neuen Fremdsprache, in diesem Fall Norwegisch, wovon man schon einiges im hiesigen Deutschunterricht aufschnappen und sich eventuell durch Sprachkurse vor Ort, beispielsweise an der Universität, auch darüber hinaus fortbilden kann. Besonders für Studierende des Fachs Geschichte und Geschichtsinteressierten wird dieses Projekt empfohlen, da insbesondere in dieser Schule viel wert auf die eigene Vergangenheit gelegt wird.

Erste Einblicke