Deine Examensgeschichte

Wir machen uns stark für Transparenz und Fairness im Staatsexamen. Gemeinsam mit Euch können wir zeigen, dass sich etwas ändern muss!

 

Am 13. Oktober 2017 fassten wir unsere Forderungen zur Verbesserung der Bedingungen im Staatsexamen in einer Petition an den Bayerischen Landtag zusammen. Den spannenden Bericht über die Reaktion des Bildungsausschusses am 01. Februar 2018 könnt Ihr hier nachlesen.

Angst, Frust, Unwissenheit

Diese Worte beschreiben die aktuelle Gefühlslage zukünftiger Lehrerinnen und Lehrer während ihres Staatsexamens in Bayern. Wir Studierenden verspüren einen Kontrollverlust und fehlende Transparenz sobald es auf das Staatsexamen zugeht.

Wir wissen nicht: Welche Inhalte werden abgefragt? Worauf kommt es wirklich an? Wer korrigiert unsere Prüfungen? Nach welchen Kriterien wird korrigiert? Was tun wir, wenn wir das Staatsexamen nicht bestehen? Welche Möglichkeiten bleiben uns, wenn wir das Staatsexamen nicht bestehen? An wen können wir uns wenden, wenn wir nicht bestehen?

Nach dem Staatsexamen haben viele von uns das Gefühl, dass uns das Studium gar nichts gebracht hat. Vielleicht haben wir nicht verstanden, worauf uns das Studium vorbereiten sollte. Vielleicht hat sich aber auch niemand die Mühe gemacht, anschaulich darzustellen, was in einem Lehramtsstudium eigentlich wichtig ist und was das Ziel eines Staatsexamens ist.

Schon die Lernpsychologie sagt uns, dass wir nur Lernen können, wenn wir wissen wozu. Häufig stellen wir fest: „Wir haben doch das gleiche geschrieben, haben aber unterschiedliche Noten.“ Dieses unfaire Gefühl, dass bei uns Studierenden entsteht, kann nur durch Transparenz und einer ordentlichen Korrektur mit Anmerkungen entschärft werden. Das ist nur ein Aspekt, der Frust verursacht.

Ist es tatsächlich das Ziel des Staates, seine zukünftigen Lehrer, die die zukünftige Generation ausbilden sollen, mit so einem Gefühl in den Schuldienst starten zu lassen?

Es muss aufhören, dass junge angehende Lehrkräfte mit Ängsten und Demotivation aus ihrem Studium gehen. Es darf nicht sein, dass Studierende ihr Können nicht adäquat zeigen können, weil die Aufgaben zu spezifische Teilaspekte eines Themas abprüfen. Es darf nicht sein, dass es keinerlei Transparenz über das Staatsexamen gibt.

Unsere Forderungen ergeben sich aus den zahlreichen Geschichten, die uns so viele verzweifelte Lehramtsstudierende geschickt haben.

An dieser Stelle wollen wir uns bei Euch für Euren Einsatz und Eurer Vertrauen bedanken!

Infos und weiterführende Links:

Bericht über die Reaktion des Bildungausschusses.

Unsere Petition zum Download als PDF und die Stellungnahme des Kultusministeriums.

Du willst mitdiskutieren? Dann schreibe in  unser Padlet.

Der Artikel  in der SZ-Online am 30.7.17 "In der Schule unvorstellbar, für das bayerische Staatsexamen normal".

Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Eva Gottstein (Freie Wähler) im Mai 2017 zu fehlerhaften Aufgabenstellungen im Examen.

Einige Studierende, die dieses Jahr ihr Staatsexamen in Analysis (Mathematik) für das Lehramt am Gymnasium geschrieben haben, schickten einen Brief an das Kultusministerium, erhielten darauf aber leider keine Antwort.

Es gab auch bereits eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Prof. Dr. Peter Paul Gantzer (SPD) zur Durchfallquote beim Staatsexamen Lehramt Mathematik am Gymnasium im September 2016.

Eine Studentin des Gymnasiallehramts Mathematik hat uns besonders beeindruckt - sie schrieb eine ganze Arbeit über ihr Studium! Diese möchten wir Euch nicht vorenthalten: Die Essenz.