Die erste Hausarbeit

Früher oder später kommen wir wohl alle nicht um das "Vergnügen" herum, eine Hausarbeit zu schreiben. Das kann am Anfang ganz schön herausfordernd sein! Damit Du an Deiner ersten Hausarbeit trotzdem nicht verzweifelst, habe ich die wichtigsten Schritte für Dich zusammengestellt:

Art und Format der Arbeit
Informiere Dich genau, welche Art von Arbeit oder Analyse von Dir verlangt wird und welche Gliederungspunkte Dir dabei vorgegeben sind.

Themenfindung und erste Recherche
In den meisten Fällen kannst Du Dir Dein Thema selbst aussuchen. Das hat den Vorteil, dass Du eher Deinen eigenen Interessen nachgehen kannst, bedeutet aber auch, dass Du selbst herausfinden musst, zu welchen Aspekten Du auch wirklich eine ganze Arbeit schreiben kannst. Hierfür solltest Du eine erste Recherche betreiben, bei der Du versuchst, ein Gefühl für Dein Thema und seine Relevanz zu bekommen.

Titelfindung
Wenn möglich, formuliere zunächst einen Arbeitstitel und lasse Dir die Option offen, ihn noch ändern zu können. Oft merkst Du erst beim Schreiben, welche Punkte wirklich wichtig sind und ob Dein Titel auch zur Arbeit passt!

Zweite Recherche
Nun kann die ausgedehnte Recherche beginnen, denn Du weißt ja jetzt, in welche Richtung Deine Arbeit gehen soll. Achte unbedingt darauf, nur verlässliche Quellen zu verwenden und arbeite am besten mit einem Programm zur Quellenverwaltung (z.B. Citavi oder BibTex), in dem Du alle Quellen und wichtige Zitate daraus gleich erfasst. Nichts ist nervtötender, als alle Quellen nach „dem einen guten Zitat“, welches Du unbedingt einbauen wolltest, durchsuchen zu müssen!

Word-Dokument und Formalia
Die Vorarbeit ist geleistet, jetzt kannst Du Dein Dokument erstellen. Dabei solltest Du auf keinen Fall den Fehler machen, Formalia zu unterschätzen! Schriftgröße und Zeilenabstand mögen Dir auf den ersten Blick wie Kleinigkeiten erscheinen, im akademischen Kontext wird darauf aber sehr viel Wert gelegt. Deine Arbeit kann inhaltlich super sein, wenn aber die Formalia nicht stimmen, entsteht sofort ein unprofessioneller Eindruck.


                 

  • ...dass man bei Zitierstil, Titelblatt und Formatierung nicht nach persönlicher Präferenz gehen kann, sondern sich immer nach den Vorgaben des Lehrstuhls richten muss.
  • ...dass nicht jedes Thema, das interessant klingt, auch inhaltlich genug für eine ganze Arbeit hergibt, denn genauso wichtig, wie die eigenen Gedanken und Ideen ist die Literatur, auf die man sich bezieht.
  • ...dass man Bücher bei Citavi auch mittels ISBN erfassen kann – das spart eine Menge Zeit und Tipperei!
  • ...welcher Schreibtyp ich bin. Mir persönlich fällt es leichter, mir ein „Gerüst“ zu bauen und das nach und nach mit Inhalt zu füllen, als gleich einen perfekten Fließtext runterzuschreiben.
  • ...dass man bei Word typische Tippfehler mit der „Ersetzen“ Funktion korrigieren kann. Beziehst du dich beispielsweise immer wieder auf einen Buchtitel, der kursiv geschrieben werden muss, so kannst du diesen einfach suchen und angeben, dass die falsche (nicht-kursive) Schreibweise durch die richtige (kursive) Schreibweise ersetzt werden soll!

Zur Autorin: Klara Glodowski studiert in Bayreuth Gymnasiallehramt und ist im Vorstandsteam der Studierenden im BLLV aktiv. (Erfahre mehr über die Studierendengruppe Bayreuth)